Ernährungsmythen

Wer kennt es nicht? Freunde, Verwandte und Bekannte wollen einem beim Abnehmen unterstützen und geben hier und da einige Ratschläge. Doch dann passiert es schnell, dass sich diese oftmals widersprechen.

Da wird man doch verrückt! Vor allem in der Anfangsphase. Ich habe selbst viele, gut gemeinte Ratschläge bekommen und merkte irgendwann, dass das meist nicht so wirklich geholfen hat.
Was beliebte Ernährungsmythen sind findest Du hier.

1 | Eiweiße von Kohlenhydraten trennen

Ein weit verbreitetes Gerücht ist es, dass Eiweiße von Kohlenhydraten bei Mahlzeiten voneinander getrennt werden müssen. Das liegt daran, dass die Mahlzeiten dadurch etwas kontrollierter und bedachter zubereitet werden.
Auf längere Zeit betrachtet liefert die Trennkost-Variante aber nicht genügend Nährstoffe.

Außerdem können Kohlenhydrate und Eiweiße ohne Probleme zusammen gegessen werden. Der Körper verarbeitet die Mischung ganz normal.

Fazit: Die Trennung ist völliger Humbug und erschwert das Zusammenstellen von Mahlzeiten unnötig.

 

2 | Kohlenhydrate machen dick

Kohlenhydrate sind nicht gleich Kohlenhydrate. Wichtig ist hier die Unterscheidung zwischen gute und schlechte.

Während schlechte Kohlenhydrate, wie z.B. Weißbrot, Softdrinks, Fruchjoghurt, usw. eine Menge an Zucker enthält, diese dem Körper und dem Blutzuckerspiegel schädigen, sind Vollkornprodukte, Obst und Gemüse (= gute Kohlenhydrate) meist die bessere Variante.
Sie sorgen dafür, dass der Körper das Essen langsamer verdauen und es zu keinen Heißhungerattacken kommt.

Fazit: Kohlenhydrate sind wichtig für unseren Körper (Blutzuckerspiegel). Man muss aber die guten von den schlechten trennen, um abnehmen zu wollen.

 

3 | Fasten

Wer ab und zu fastet, also an bestimmten Tagen auf Essen verzichtet, kann Bluthochdruck, Diabetes Typ 2 oder einer Magen-Darm-Erkrankung zuvorkommen.

Experten raten jedoch ab, Fasten als Methode fürs Abnehmen zu verwenden. Denn während dieser Phase können Zellen ihre eigenen Bestandteile abbauen oder verwerten.
Zudem kommt, dass die Gefahr besteht, in alte Essgewohnheiten zurück zu verfallen und dadurch ein Jojo-Effekt eintritt.

Fazit: Fasten „reinigt“ mehr oder weniger den Körper, aber kann auch Folgen haben. Es sei mit Vorsicht zu genießen. Wer die Methode probieren will, sollte wenn dann Intervallfasten.

 

4 | Gezielt trainieren

„Du musst gezielt den Bauch trainieren, um dort abzunehmen.“ – Schade, dass das nicht ganz so einfach ist. Der Körper hat da nämlich seinen eigenen Kopf. Und oft sind die Gene daran schuld, wo wir Fett ablagern und wo wir zuerst abnehmen.

Sport an sich ist ein prima Unterstützer beim Abnehmen. Aber an wirklich gezielten Stellen abzubauen, erweist sich als schwierig. Wer bestimmte Partien trainiert, strafft diese zwar, aber ob dort auch abgenommen wird? Das ist von Mensch zu Mensch leider anders.

Fazit: Gezielt trainieren, um an bestimmten Stellen abzunehmen? – Nein. Gezielt trainieren, um den Körper zu definieren? – Ja.

 

5 | Frühstücks-Diät

Kaffe oder doch lieber ein Smoothie? Vielleicht auch gar nichts… Oder doch nach dem Motto: Morgens wie ein König? Bei der Wahl des Frühstücks ist man sich oft unschlüssig. Allerdings beginnen auch hier viele die gleichen Fehler.

Wir frühstücken oft viel zu spät. Wer um 7e aufsteht und erst um 10e die erste Mahlzeit zu sich nimmt, ist viel zu spät dran. Am Besten eignet es sich zwischen 7 und 8 Uhr morgens etwas nahrhaftes zu sich zu nehmen. Dadurch wird der Stoffwechsel rechtzeitig angeregt und auch das eigene Wohlbefinden ist für den Tag gestärkt.
Kleiner Tipp: Lieber eine Tasse Grünen Tee statt Kaffee. Denn dieser enthält ebenso Koffein und ist zudem gesund.

Klar sollte sein, dass Weißbrot, Toast und Müsli nicht gerade die optimalen Nahrungsmittel sind um abzunehmen. Lieber sollte darauf verzichtet und auf Vollkornprodukte geachtet werden. Vor allem Eiweiße sind gut zum Frühstück. Es gilt: 20g Eiweiß zum Start in den Tag. Das ist nicht nur für den Insulinspiegel, sondern auch für den Blutzuckerspiegel sehr gesund.

Im Gegensatz zu einem frisch gepressten Orangensaft haben die vermeintlich gesunden Smoothies viel zu viel Zucker. Sie enthalten ganze 12 bis 18 TL Zucker. Das sind immerhin 60 bis 80 g von denen wir hier reden. Wirklich gesund ist das nicht, vor allem nicht zum Frühstück.

Fazit: Wer nicht nur auf Vollkornprodukte achtet, sondern auch auf Zeit und Eiweiße ist gerüstet für einen guten, gesunden Start in den Tag.

 

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